Wichtig beim Umzug mit Hund: sorgfältige Vorbereitung und Verständnis

Ihr Hund zählt zu Ihren besten Freunden? Der treuherzige Blick aus Hundeaugen und die bedingungslose Bewunderung Ihres Vierbeiners wärmt das Herz. Menschliche Freunde verlangen viel mehr Aufwand, um nicht annähernd vergleichbare Wirkung zu erzielen. So pflegeleicht Ihr Schnuffi im Alltag auch ist – ein Umzug bringt ihn psychisch an seine Grenzen. Hunde sind Tiere mit Revierverhalten: Ihr Heim ist ihre Festung und ihr Königreich. Erfahren Sie hier, wie Sie den Umzug mit Hund stressfrei bewältigen.


Inhaltsverzeichnis:

1 - Die Psyche Ihres Vierbeiners
2 - Vor dem Umzug: Die neue Umgebung gründlich erforschen
3 - Der Umzugskarton für Ihren Hund
4 - Während des Umzugs: Mit oder ohne Hund?
5 - Die Ankunft im neuen Heim
6 - Eingewöhnen in die neue Umgebung


1. Die Psyche Ihres Hundes beim Umziehen

Zwischen Hunden und Katzen besteht ein fundamentaler Unterschied: Hunde lieben Ihr Frauchen und Herrchen von ganzem Herzen. Sie verbringen ihre Zeit mit Vorliebe an der Seite der menschlichen Bezugsperson – während Katzen ihre individuelle Unabhängigkeit pflegen. Mit anderen Hunden läuft das Zusammensein manchmal schwierig ab. Der Grund: Hunde sind domestizierte Wölfe, die in Rudeln leben.

Zwei Faktoren dominieren die Hundewelt:

  1. Rangordnung
  2. Revierverhalten

Ihr Instinkt ist auf starke Hierarchien ausgerichtet, dominierende Alpha-Männchen und Alpha-Weibchen. Sie ersetzen idealerweise den Rudelführer für Ihren Vierbeiner. Beim Spazierengehen in ihrem Revier ist die Rangordnung etabliert. Bei einem Umzug muss ein Hund erneut seinen Platz im Rudel der neuen Nachbarschaft finden.

Das Territorium wird gnadenlos markiert

Damit Hunde das Heim bewachen und verteidigen, haben Züchter jahrhundertelang auf Territorialverhalten Wert gelegt. Wenn sie Gassi gehen, markieren Hunde beider Geschlechter ihr Revier. Rüden heben das Beinchen; die Girls verrichten diese Aufgabe etwas dezenter.

Umzug mit Hund: die große Entwurzelung

Das Herzstück der Hundewelt ist Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Das bedeutet bei einem Umzug mit Hunden: Sie ziehen Ihrem vierbeinigen Liebling den Boden unter den Füßen weg – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Umziehen stellt einen Hund vor existentiale Probleme. Er braucht Ihr Verständnis, um einen Umzug zu verkraften. Sorgfältige Vorbereitung und liebevolle Aufmerksamkeit während und nach dem Entwurzeln seines Lebensmittelpunkts helfen Ihrem Hund, sich rasch umzustellen.

Eine Katze zieht mit um? In unserem Blogartikel finden Sie hilfreiche Tipps, um einen Umzug mit Katze zu meistern und sie an das neue Zuhause zu gewöhnen.

2. Vor dem Umzug: Die neue Umgebung gründlich erkunden

Hunde sind lernfähig und flexibel, aber sie brauchen Zeit zum Umgewöhnen. Sobald Sie sich für einen Wohnungswechsel entschieden haben, sollten Sie damit beginnen. Falls Sie die Stadt nicht wechseln, können Sie das neue Revier ausgiebig in den Wochen vor dem Umzug erkunden. So wirkt der tatsächliche Umzug nicht wie ein Wurf ins kalte Wasser.

Mindestens ein Wochenende am neuen Wohnort

Falls die neue Wohnung weit entfernt liegt, empfiehlt sich mindestens ein Urlaubswochenende in der künftigen Gemeinde. Zeigen Sie Ihrem vierbeinigen Freund die neue Wohnung. Erforschen Sie gemeinsam, wo Sie in Zukunft spazieren gehen werden. Reden Sie Ihrem Hund gut zu. Sie sprechen zwar nicht dieselbe Sprache, jedoch verstehen Hunde erstaunlich viel von Ihrer Kommunikation.

Wichtig: Suchen Sie frühzeitig einen Tierarzt für Ihren Hund am neuen Wohnort.

3. Der Umzugskarton für Ihren Hund

Ein wichtiger Punkt bei der Vorbereitung auf den Umzug mit Hund ist der Umzugskarton für Ihren Vierbeiner. Neben seinem Bett, seinen Lieblingsspielsachen und Leckerli sollte er den Futter- und Wassernapf sowie die Adresse des bisherigen und des neuen Tierarztes enthalten. Zeigen Sie den Karton Ihrem Hund und erklären Sie ihm, dass alle seine Sachen mit umziehen. Beschriften Sie den Umzugskarton gut sichtbar auf den Seiten und auf dem Deckel, damit Sie ihn jederzeit griffbereit haben.

Tipp: Bitte achten Sie darauf, dass der Umzugskarton für Ihren Hund zuletzt eingeladen wird. So haben Sie die Hundesachen im neuen Heim sofort zur Hand. Oder noch besser: packen Sie ihn in Ihr Auto, falls Sie mit einem zur neuen Adresse fahren. Damit haben Sie alle Gegenstände für Ihren geliebten Vierbeiner schnell griffbereit.

Umzug mit Hund

4. Während des Umzugs: Mit oder ohne Hund?

Experten raten, den Hund während der heißen Phase des Umzugs zu Freunden oder Verwandten in Pflege zu geben. Ist Ihr vierbeiniger Freund bereits daran gewöhnt ist, regelmäßig bei der Person Ihres Vertrauens zu übernachten? Falls ja, ist das eine ideale Lösung, Ihrem vierbeinigen Freund den Stress des Umzugs zu ersparen. Falls nein, stellen Sie sich besser darauf ein, den Umzug mit Ihrem Hund gemeinsam zu überstehen.

Stressfrei umziehen dank professioneller Unterstützung

Wenn Sie unsere zuverlässigen Umzugsbetreuer mit dem Wohnungswechsel beauftragen, können Sie sich in Ruhe um Ihr Tier kümmern. Wir können leider nicht die Verantwortung für Ihr Haustier übernehmen. Dafür erledigen wir Ihren Umzug vollkommen stressfrei – vom Ein- und Auspacken bis zum Aufbauen der Küche und der Schlafzimmereinrichtung. Unser praktisches Rechnertool sagt Ihnen sofort, wie viel Sie das kostet.

Wichtig: Ein Hund fährt immer in Ihrem Fahrzeug mit, nicht im Transporter. Legen Sie bitte Pausen ein und versorgen Sie Ihren Liebling mit ausreichend Wasser.

Hundesitter und Hundepension im Internet finden

Ihr Budget reicht nicht für ein Umzugsunternehmen und Sie haben niemanden, der auf Ihren Hund aufpasst? Keine Panik: Dank Internet können Sie online nach einem Hundesitter suchen. Falls alle Stricke reißen, übersteht Ihr Hund die Umzugstage auch in einer Hundepension.

5. Die Ankunft im neuen Heim

Idealerweise halten Sie Ihren Hund von dem Trubel des Einräumens und Aufbauens fern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie vor dem Transporter in der Wohnung ankommen. Falls möglich, richten Sie in Ihrem neuen Heim sofort einen Raum oder eine Ecke für Ihren Hund ein. Packen Sie den Umzugskarton für Ihren Hund gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Freund aus und füttern sie ihn.

Eine Schnuppertour durch die Nachbarschaft

Anschließend empfiehlt sich ein ausgedehnter Spaziergang durch die Nachbarschaft. Lassen Sie Schnuffi reichlich Zeit, alle wichtigen Laternenpfosten und Zäune ausgiebig zu beschnuppern. Anschließend sollte Ihr Hund müde genug sein, um zu schlafen. Führen Sie ihn zu seinem Bett und bleiben Sie bei ihm, bis er süß und selig schlummert.

Neben Ihrem Hund ziehen noch mehr geliebte Vierbeiner mit um? Mit unserer praktischen Checkliste für den Umzug mit Haustieren sind Sie bestens vorbereitet!

6. Eingewöhnen in die neue Umgebung

Häufig Spazierengehen lautet die Devise für die ersten Tage in der neuen Umgebung. Halten Sie Ihren Hund dabei immer an der Leine, denn er kennt die Umgebung und ihre vierbeinigen Bewohner noch nicht. Ein Anhänger mit der neuen Adresse und Ihrer Telefonnummer am Halsband hilft, falls er in einem unbeobachteten Moment ausbüchst.

Nicht vergessen: Hundesteuer ummelden

Vergessen Sie bitte nicht, die Hundesteuer umzumelden. Die Prozedur unterscheidet sich von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Die Stadtverwaltung gibt Ihnen gerne Auskunft, wie Sie das erledigen. Oft können Sie Ihren Hund gemeinsam mit Ihrer Adresse beim Bürgeramt ummelden.

Tägliche Routine entwickeln

Auch wenn Sie mit dem Einräumen der Wohnung alle Hände voll zu tun haben: Ihr Hund braucht in den ersten Tagen nach dem Umzug Ihre Zuwendung. Sie sollten Ihren Vierbeiner die ersten Tage der Eingewöhnung nicht alleine lassen. Versuchen Sie, dass zumindest ein Mitglied des Haushalts immer zuhause ist. Wenn das nicht möglich ist, lassen Sie Ihren Hund nur über kurze Zeiträume alleine. Mit regelmäßigen Pausen für Spiele und Spaziergänge verdaut Ihr vierbeiniger Freund den Umzug in kurzer Zeit. Hunde sind Gewohnheitstiere: Entwickeln Sie deshalb so bald wie möglich eine tägliche Routine und regelmäßige Zeiten zum Gassi gehen.

Sollte der Umzug nicht so stressfrei abgelaufen sein wie gewünscht: Tiere erholen sich mit etwas Zeit von allen Strapazen. Solange Ihr Hund weiß, dass Sie ihn schätzen, ist seine Welt (mehr oder weniger) in Ordnung.

Registrieren Sie Ihren Hund bei der Tasso-Zentral

Bei der Tasso-Zentrale können Sie Ihren Hund - und übrigens auch Katze und viele weitere Haustüre - kostenlos registrieren. Sollte Ihr Tier einmal entlaufen, hilft der Verein bei der Suche. Ist Ihr Tier bereits bei Tasso registriert, vergessen Sie nicht, Ihre Adresse zu ändern.