Depressionen nach und während des Umzugs: Verwurzeln Sie sich!

Wenige Themen sind in der heutigen Gesellschaft so prominent und gleichzeitig so komplex wie Depressionen. Zum einen liegt das daran, dass sich die Krankheit oft auf verschiedene Arten auswirkt und unterschiedliche, teils auf den ersten Blick gegensätzliche Gründe zu haben scheint, zum anderen ist Depression als anerkannte Krankheit noch nicht ausreichend erforscht. Sicher ist jedoch: Herausfordernde Situationen können Depressionen hervorrufen.

Depressionen nach und während des Umzugs treten so häufig auf, dass sie mittlerweile einen Fachbegriff haben: Sie sind als Entwurzelungs- oder Umzugsdepression bekannt. In dem folgenden Artikel bemühen sich unsere erfahrenen Umzugsbetreuer, Wege aufzuzeigen, wie Sie Depressionen entgegenwirken können. Bitte beachten Sie hierbei, dass jeder Fall von Depression individuelle Herausforderungen mit sich bringt. Wir empfehlen daher, einen Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen, um auf Sie zugeschnittene Lösungsansätze zu besprechen.


Inhaltsverzeichnis:

1 - Umzugsdepression als Krankheit
2 - Symptome der Umzugsdepression erkennen
3 - Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen
4 - Zusätzlichen Stress vermeiden
5 - Umzugsdepression selbst behandeln


1. Depression als Krankheit

Experten bezeichnen Depression als Volkskrankheit. Sie schätzen, dass rund fünf Prozent der Bevölkerung (ca. vier Millionen Menschen) an behandlungsbedürftiger Depression leiden. Weitaus höher ist die Zahl der Personen, die vorübergehend mit einer depressiven Phase kämpfen. Umzugsdepression, auch Entwurzelungsdepression genannt, gilt als akute Anpassungsstörung, die Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Eine chronischen Depression zählt rechtlich als Behinderung, weswegen Betroffene Anspruch auf soziale Leistungen haben.

2. Symptome der Umzugsdepression erkennen

Ein vorübergehender Blues wegen des Umzugs muss sich nicht unbedingt als Depression manifestieren. Wenn eine Trennung, eine neue Arbeitsstelle oder finanzielle Schwierigkeiten Sie zum Umzug zwingen, ist getrübte Stimmung eher normal. Doch die Grenzen zwischen einem vorübergehenden Blues und einer depressiven Krankheit sind fließend.
Deshalb sollten folgende Symptome Ihre Alarmglocken zum Schrillen bringen, falls Sie länger als ein bis zwei Wochen andauern:

  • Sie möchten morgens nicht aufstehen.
  • Sie fühlen sich komplett erschöpft und kraftlos.
  • Sie haben das Gefühl, das Leben verlangt zu viel von Ihnen.
  • Sie können sich nicht erinnern, wie sich Freude anfühlt.
  • Kleine Missgeschicke stürzen Sie in abgrundtiefe Verzweiflung.
  • Sie ziehen sich von Familie und Freunden zurück.

Depressionen äußern sich auch in körperlichen Symptomen, unter anderem:

  • Verdauungsbeschwerden
  • Gewichtsprobleme
  • Muskelverspannungen
  • Chronische Schmerzen

Je früher Sie eine Depression erkennen, desto eher können Sie gegensteuern. Eine Depression kann sich in jedem Alter entwickeln. Milde Fälle erfordern häufig keine Behandlung. Wenn Ihr Stimmungstief Ihren Alltag länger als zwei Wochen ernsthaft beeinträchtigt, empfiehlt sich der Gang zum Arzt.

Wichtig: Es gibt keine Soforthilfe bei Depression. Selbst Antidepressiva brauchen mehrere Tage und manchmal sogar Wochen, um ihre Wirkung zu entfalten und sind nur in seltenen Fällen ein wundersames Allheilmittel.

3. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn Sie glauben, unter Depression zu leiden, sollten Sie professionelle Hilfe suchen. Ihr Hausarzt kann Sie an einen qualifizierten Facharzt in Ihrer Nähe verweisen. Die derzeit wahrscheinlich beste Behandlung einer Depression besteht aus einer Mischung von Psychotherapie und Psychopharmaka. Im Rahmen einer Psychotherapie können Sie herausfinden, was genau Ihre Depression verursacht. Auf diese Weise lernen Sie sich selbst besser kennen – eine Depression ist damit auch Chance zum Wachstum.

4. Zusätzlichen Stress vermeiden

Während eines Stimmungstiefs oder einer Depression erscheint jede Aufgabe wie ein unüberwindbares Gebirge. In dieser Zeit empfiehlt es sich, so viel Hilfe wie möglich zu beanspruchen. Die erfahrenen Umzugsbetreuer von Movinga unterstützen Sie in dieser Phase mit einem reibungslosen Abwickeln Ihres Umzugs. Unsere Checkliste zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was es bei einem Umzug alles zu bedenken gibt.

Gönnen Sie sich Entspannung, während wir werkeln

Beim anschließenden Umzug übernehmen wir alle Arbeiten für Sie – vom Ein- und Auspacken bis zum Ab- und Aufbauen Ihrer Einrichtung. Wenn Sie sich vom körperlich anstrengenden Teil des Umzugs befreien, haben Sie Zeit und Muße für sich selbst. Weisen Sie Ihre Umzugshelfer ein und gönnen Sie sich z. B. eine entspannende Massage, während unsere Mitarbeiter kräftig zupacken. Mit unserem praktischen Rechnertool erfahren Sie sofort, wie viel Geld Sie dafür einplanen müssen.

Sie können sich Ihr kostenloses Umzugsangebot von Movinga ganz einfach online mit nur wenigen Klicks erstellen. Natürlich stehen wir Ihnen auch telefonisch zur Seite und unterstützen Sie dabei, den Umzug so stressfrei und angenehm wie möglich zu vollziehen. Zögern Sie nicht, sich vertrauensvoll an uns zu wenden.

5. Umzugsdepression selbst behandeln

Bei einer chronischen, schweren Depression brauchen Sie unbedingt professionelle Hilfe in Form von Psychotherapie und Psychopharmaka. Sie selbst können allerdings auch einiges tun, um Ihre Stimmung zu verbessern.

Folgende Maßnahmen erleichtern den Umgang mit Depressionen:

  • Ein höherer Serotoninspiegel im Gehirn verbessert die Stimmung.
  • Bewegung kann sich positiv auswirken.
  • Begegnung mit Menschen lenkt ab.

Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen

Die Volkskrankheit Depression ist nicht vollständig wissenschaftlich erforscht. Viele Experten denken, dass ein Mangel an Botenstoffen, Neurotransmittern, im Gehirn für Depression verantwortlich ist. Besonders Serotonin scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Viele Psychopharmaka manipulieren Serotonin im Gehirn. Prozac, auf Deutsch Fluotexin, sorgt dafür, dass Serotonin länger aktiv ist.

Nutzlos: Teure Pillen mit glückverheißenden Botenstoffen

Sie können Ihren Serotoninspiegel im Gehirn durch Diät beeinflussen. Es ist sinnlos, Botenstoffe in Pillenform zu essen – obwohl sie rezeptfrei teuer verkauft werden. Die Blut-Hirn-Schranke hindert die großen Moleküle von Botenstoffen daran, über das Blut ins Gehirn zu gelangen. Diese halbdurchlässige Membran schützt das Gehirn vor Viren und anderen Krankheitserregern. Lediglich Aminosäuren, Bauteile von Proteinen und Botenstoffen, gelangen ins Gehirn.

So überwindet Tryptophan die Blut-Hirn-Schranke

Unglücklicherweise schneidet Tryptophan, der Baustein von Serotonin, im Wettbewerb mit anderen Aminosäuren schlecht ab und schafft es meist nicht, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Amerikanische Wissenschaftler fanden jedoch vor einigen Jahren einen Trick, der Tryptophan ins Gehirn schleust. Wenn Sie zwei Stunden nach einer proteinreichen Mahlzeit 30 Gramm Kohlenhydrate essen, überwindet Tryptophan die Blut-Hirn-Schranke.

Gesunde Ernährung zählt

Der Grund: Kohlenhydrate aktivieren Insulin, das Proteine im Blut in Körperzellen einbaut, um den Blutzucker zu bewältigen. Insulin greift Tryptophan als letzte der acht essentiellen Aminosäuren an – es kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Wenn Sie gleichzeitig genügend B-Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen, erhöhen Sie Ihren Serotoninspiegel mit dieser Methode – dreimal am Tag über mehrere Wochen hinweg angewendet – auf natürliche Weise.

Natürliches High durch Bewegung

Bewegung ersetzt Glückspillen ebenfalls auf natürliche Weise. Ernsthafte Bewegung, die Ihren Herzschlag für mindestens zwanzig Minuten erhöht und Sie zum Schwitzen und Schnaufen bringt, kann bei Depressionen helfen. Bewegung erzeugt eine Vielzahl von glücklich machenden Substanzen im Gehirn und baut das Stresshormon Cortisol im Körper ab. Zu viel Cortisol belastet den Körper auf vielfältige Weise.

Tiefes Atmen schleust mehr Sauerstoff in die Zellen

Darüber hinaus sorgt tieferes Atmen für eine bessere Versorgung des Körpers mit Sauerstoff, belebt den Stoffwechsel und fördert die Verdauung. Verdauungsbeschwerden und Depression gehen Hand in Hand. Deshalb nennen Wissenschaftler den Verdauungsapparat auch das zweite Gehirn.

Begegnung: Menschen sind soziale Wesen

Zwingen Sie sich zu sozialen Kontakten. Auch wenn Sie sich am liebsten den ganzen Tag lang im Bett verkriechen würden: Nehmen Sie das Telefon in die Hand und rufen Sie Freunde oder Familie an. Sie müssen nicht über Ihre Depression sprechen. Jede Art von sozialen Kontakten lenkt ab und gibt Ihnen mehr Kraft, den Alltag zu meistern. Wappnen Sie sich mit Geduld: Eine Depression ist keine Erkältung, die in einer Woche abklingt.

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