Transporter beim Umzug fahren – Tipps für Anfänger

Der Umzug ist geplant und Sie möchten am Umzugstag den Transporter fahren? Dann sollten Sie wissen, dass sich das Bremsen, Anfahren und das Fahren von Kurven anders gestaltet als man dies von einem PKW gewohnt ist. Nachfolgend erhalten Sie einige wichtige Transporter-Fahrtipps.

Besitzen Sie einen gültigen Führerschein?

Zuerst einmal sollten Sie klären, ob Sie überhaupt einen Sprinter fahren dürfen. Wenn Sie noch einen alten Führerschein besitzen, dann muss dort die Klasse 3 vorhanden sein. Mit dieser Klasse sind das Führen von Sprintern und LKW bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht zulässig. Bei dem neuen Führerschein der Klasse B darf man nur noch kleine Transporter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren.

Außerdem setzen viele Autovermietungen ein Mindestalter von 25 Jahren voraus. So sollten sich vor allem Studenten frühzeitig über die Bedingungen für die Anmietung eines Transporters informieren, damit diese nicht kurz vor dem Umzug ohne ein Umzugsfahrzeug dastehen.

Vergessen Sie nicht, eine Halteverbotszone einzurichten, damit Sie am Umzugstag direkt vor der Haustür parken können. Wenn Sie Ihren Umzug mit Movinga buchen, übernehmen wir das Einrichten des Halteverbots gerne für Sie.

Üben Sie das Fahren mit dem Transporter

Ein wichtiger Tipp zum Transporter fahren ist, dass Sie vorher üben sollten, mit dem Gefährt zu fahren und sich nicht gleich in den Stadtverkehr stürzen. Für die ersten Proberunden empfiehlt es sich, eine ruhigere Zone oder einen leeren Parkplatz zu suchen, um mit dem Fahrzeug vertraut zu werden. Die Fahrbedingungen im Gegensatz zu einem PKW sind schon erheblich.

Fahren Sie langsam, behutsam und ruhig. Damit kann erstmals nichts schiefgehen. Gewöhnungsbedürftig ist mit Sicherheit auch der fehlende Rückspiegel. Zur Orientierung gibt es den Seitenspiegel. Prüfen Sie bei jedem Spurwechsel während der Fahrt, ob sich andere Fahrzeuge im toten Winkel befinden oder sich nähern.

Vergessen Sie das Blinken nicht, um Fahrzeuge hinter Ihnen aber vor allem Fahrradfahrer, die schnell übersehen werden, über Ihren Abbiegevorgang rechtzeitig zu informieren.

Beachten Sie das Fahrverhalten des Sprinters

Zu den wichtigen Transporter-Fahrtipps gehört auch, dass Sie das Fahrverhalten des Gefährtes beachten. Gerade beim Durchfahren von engen Straßen und Unterführungen muss die Höhe und Breite beachtet werden. Daher sollten Sie sich die Maße des Sprinters genau einprägen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Auch beim Anfahren ist es ein Unterschied, ob der Transport leer oder beladen ist. Sobald Sie mit einem beladenen Sprinter anfahren, werden Sie den Unterschied zum PKW deutlich merken. Aufgrund des Gewichts ist der Start schwieriger und je nach Gangschaltung auch ruckartiger.

Nach einem erfolgreichen Starten gilt es die längeren Bremswege des Transporters einzukalkulieren. Daher halten Sie immer genügend Abstand zu Ihrem Vordermann. Bei Transportern sind Auffahrunfälle wesentlich schlimmer als bei einem Kleinwagen.

Halten Sie sich an die Geschwindigkeit!

Gerade in Kurven sollten Sie mit dem Transporter vorsichtiger sein und das Tempo drosseln. Durch den größeren Radstand passiert es schnell, dass der innere Kurvenbereich geschnitten wird. Lenken Sie lieber großzügiger ein und fahren Sie einen größeren Radius, indem Sie kurz vor dem Abbiegen ein wenig in die Gegenrichtung steuern.

Wichtig ist es zudem, die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu beachten, da sonst empfindliche Strafen fällig werden. Wenn es sinnvoll ist, sollten Sie den Motor abstellen, um Sprit zu sparen und so die Umwelt schonen.

Vorsicht beim Rangieren des Transporters

Nützlich für ein sicheres Einparken und Rangieren des Sprinters ist die Unterstützung von Dritten. Klären Sie im Vorfeld, wo Sie genau hin möchten, um Missverständnisse zu vermeiden. Schauen Sie beim Manövrieren immer in die Außenspiegel. Außerdem lassen Sie Ihrem Helfer die Möglichkeit, die Abstände zu checken.

Gerade beim Versicherungsschutz ist ein Einweisungshelfer wichtig. Denn sollte beim Parken ein Schaden an Ihrem oder anderen Fahrzeugen entstehen, ohne dass ein Helfer beim Einweisen geholfen hat, wird die Versicherung im schlimmsten Fall nicht mit einer Zahlung aufkommen und die Kosten bleiben auf Ihnen hängen.

Schließen Sie bei der Mietwagenfirma immer eine Vollkaskoversicherung ab. Auch wenn diese etwas teurer sein sollte, zahlt sie sich spätestens bei einem Schaden aus. Mit dieser Versicherung sind Sie gegen alle Schäden am Transporter sowie an Dritten versichert.

Damit Ihr Umzugsgut ohne Probleme in den Transporter passt und während der Fahrt sicher verstaut ist, nutzen Sie unsere Proftipps zum Verpacken für den Umzug.