Das Umzugsverhalten der Brandenburger

Movinga hat eine umfangreiche Studie zum Umzugsverhalten der Brandenburger durchgeführt. Nach der Analyse von 6.000 Umzugsanfragen im Zeitraum Januar 2016 bis Dezember 2017 lässt sich eines klar feststellen: Die Mehrheit der Brandenburger bleibt im eigenen Bundesland. Und wenn die Landesgrenzen doch überschritten werden, führt der Weg nicht weit. Berlin ist Umzugsziel Nummer 1.

Raus aus Brandenburg?
Ja, aber bitte nicht so weit.

Dem Charme von Uckermark und Spreewald können sich mehr als die Hälfte der Brandenburger nicht entziehen. 56 % der Umzüge finden im Bundesland statt. Außerhalb Brandenburgs zieht es 44 % und selbst dann führt die Reise nicht weit weg von der Heimat. Beinahe ein Drittel der Brandenburg-Exilanten (28 %) tauschen die ländliche Idylle gegen das Großstadtgetümmel Berlins. Selbst der großstädtischste Brandenburger kann sich nicht so einfach von Zuhause trennen.

Von der Havel an den Rhein

Die Hauptstadt der Republik ist damit bei Weitem das beliebteste Umzugsziel außerhalb Brandenburgs. Mit großem Abstand zieht es 11 % der Brandenburger, die ihr Bundesland hinter sich lassen, nach Mecklenburg-Vorpommern. Beliebteste Stadt ist hier mit 14 % Rostock. Von den 10 %, die sich in Nordrhein-Westfalen niederlassen, ziehen 9 % die Kö dem Ku'damm vor und ziehen ins schicke Düsseldorf. Hessen und das Saarland bilden die Schlusslichter, dorthin zieht es nur 3 % bzw. 1 % der Auszügler. Im Durchschnitt legen die Exil-Brandenburger eine beachtliche Strecke von 241 km zurück.

Potsdamer lieben ihre Stadt

Brandenburg ist das wasserreichste Bundesland der Republik, besteht zu über einem Drittel aus Wäldern, Seen und Naturpark - ganze 15 an der Zahl - und hat 500 Schlösser und Herrenhäuser zu bieten. Vielleicht ist es deswegen nicht überraschend, dass 56 % der Umzüge die Mark nicht verlassen. Damit entspricht der Brandenburger nicht dem bundesweiten Durchschnitt. Laut diesem bleiben nur 20 % bei einem Umzug in der gleichen Stadt und nur ein Drittel im gleichen Bundesland. Dem Potsdamer muss seine Landeshauptstadt besonders am Herzen liegen, denn die Hälfte Umziehenden dort bleibt in der Stadt.

Viel Gepäck auf weiter Strecke

Egal wohin es den Brandenburger zieht, ob außerhalb oder innerhalb des Bundeslandes, er packt einiges ein. Mit 22,7 m³ Umzugsvolumen liegt er knapp über dem bundesweiten Durchschnitt, das entspricht ungefähr der Ausstattung einer Drei-Zimmer-Wohnung. Die Prignitzer sind hierbei Spitzenreiter mit 25 m³ Umzugsgut. Während bei Umzügen innerhalb des Landkreises nur 8,9 km Umzugsdistanz zurückgelegt werden, sind es bei einem Landkreiswechsel bereits fast 73 km. Umzüge außerhalb der Landesgrenzen sind legen durchschnittlich 241 km zurück.
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